Freie Christen für den Christus der Bergpredigt
Information Nr. 3
Der Reichtum der Kirche
ist Blutgeld
»Wieviel die Fabel von Christus Uns
und den Unsern genützt hat, ist bekannt.« Papst Leo X.
11) S. 142
»Die Kirche ist die höchste aller
denkbaren Korruptionen.« Der Philosoph Friedrich Nietzsche
11) S. 363
»Wir brennen wahrhaftig vor
Geldgier, und indem wir gegen das Geld wettern, füllen wir unsere Krüge mit Gold, und nichts ist uns genug«. Bischof Hieronymus 11) S. 76
Basis BLUTGELD
Der
Reichtum der Kirche ist Blutgeld - auf dieser Basis bauen alle auf,
die der Kirche Geld geben.
Wie ist die Kirche zu ihrem immensen Reichtum gekommen? Die
Wahrheit darüber findet man in vielen dicken Büchern verborgen. Auf
dieser Seite haben wir die wichtigsten Fakten gesammelt und
übersichtlich zusammengestellt.
Gold Der Vatikan hortet den zweitgrößten Goldschatz auf
Erden
In
der italienischen Zeitschrift Oggi wurde der Goldschatz
des Vatikans aufgrund »außerordentlicher Informationen« hinter
demjenigen der USA als der zweitgrößte der Welt beziffert: 7000
Milliarden Lire = 3.500.000.000 Euro. Im Vergleich dagegen
beträgt der Wert des Goldschatzes des Staates Italien »nur« 400
Milliarden Lire. Dies war 1952. 1) Wie groß mag der Goldschatz des
Vatikans heute sein? Rechnen wir die Wert-Steigerung dazu, so
wäre der Wert des Goldes heute 63 % höher. Bei Verkauf könnte der
Goldschatz des Vatikans, je nach Zeitpunkt eines eventuellen
Abstoßes, bis 650 % Gewinn gebracht haben. Da fragt man sich:
Wie ist der Vatikan zu diesem
immensen Gold-Besitz gekommen?
Aktien Der Vatikan pokert mit enormen Finanzreserven an der Wallstreet
»Die auswärtigen Finanzreserven des Vatikans sind
vornehmlich an der Wallstreet konzentriert. Insgesamt dürfte
sich der Gesamtbesitz der Kirchenzentrale an Aktien und anderen
Kapitalbeteiligungen bereits im Jahr 1958 auf etwa 50 Milliarden
DM belaufen haben.« 4) S. 153
Diese Zahl dürfte inzwischen vermutlich auf weit über
Hundert Milliarden Euro angewachsen sein.
Wie ist der Vatikan zu diesem
immensen Aktien-Besitz gekommen?
Konzerne Der Vatikan ist »größter religiöser Wirtschaftskonzern«
»Der Vatikan ist heute der größte religiöse
Wirtschaftskonzern der Welt und fest engagiert in zahllosen
Unternehmen in den Bereichen Immobilien, Plastik, Elektronik,
Stahl, Zement, Textilien, Chemie, Nahrungsmittel und
Bauwirtschaft.« 3) S. 244
Die dem Vatikan gehörende Firma Italgas hat
Tochter-Gesellschaften in 36 italienischen Städten. Der Vatikan
mischt mit bei Teer, Eisen, Destillaten, Trinkwasser, Gasherden,
Industrieöfen usw. Von den etwa 180 italienischen
Kreditinstituten verfügt mindestens ein Drittel über
vatikanisches Geld. 3) S. 244
Der Vatikan besitzt viele einflussreichste römische Banken und
ist in Europa, in Nord- und in Südamerika an einer überwältigenden
Fülle mächtiger Industrieunternehmen beteiligt, einige gehören sogar
weitgehend dem Vatikan, wie z.B. Alitalia oder Fiat.2) S. 53
Wie ist der Vatikan zu diesem immensen
Besitz gekommen?
Ländereien Die Kirche - der größte Grundbesitzer der westlichen Welt
Einige Beispiele:
Deutschland: Mit 8,25 Milliarden qm größter privater
Grundbesitzer 34) S.208 (entspricht gut der Hälfte
des Bundeslandes Schleswig-Holstein 34) S.208 oder
der Größe von Bremen, Hamburg, Berlin und München zusammen)
Italien: über 500.000 ha Ackerland
Spanien: ca. 20 % aller Felder
Portugal: ca. 20 % aller Felder
Argentinien: ca. 20 % aller Felder
England: ca. 100.000 ha
USA: über 1.100.000 ha Ackerland;
Weiden und Wälder sind nicht mitgerechnet. 26) S. 429
Wie ist die Kirche zu diesem
immensen Land-Besitz gekommen?
Städte /
Immobilien Der Vatikan ist »größter Immobilienbesitzer«
Man kann in Bezug auf die immensen Besitztümer des Vatikans
nicht mehr nur von Immobilien sprechen, sondern eher von Städten
oder Stadtteilen.
Rom z. B. ist bereits zu 1/4 in den Händen des Vatikans,
recherchierte Paolo Ojetti in der Zeitschrift L’ Europeo am
7.1.1977. Sein Artikel war wie ein Telefonbuch zu lesen.
Seitenweise listete er Tausende von Palästen auf, die z. T. den
325 katholischen Nonnen- und 87 Mönchsorden gehören. 5)
Der Journalist Ojetti recherchierte auch in der
italienischen Stadt Verona. Er druckte einen Stadtplan ab, auf
dem ungefähr die Hälfte der Häuser schwarz markiert waren =
Eigentum der katholischen Kirche. Er wies darauf hin, dass
die Besitzverhältnisse in anderen Städten ähnlich sein dürften.
5)
Das war dem Vatikan zuviel. Sie nannten den Artikel
verwirrend, unverantwortlich, skandalös, antiklerikal,
unkulturell und dumm. Der Direktor der Zeitschrift wurde sofort
gefeuert.
Es dauerte 21 Jahre, bis es wieder ein mutiger Journalist
wagte, das Thema anzupacken.
Max Parisi recherchierte für die Zeitung La Padania
nochmals die Eigentumsverhältnisse in Rom und kam in seinem
Artikel vom 21.6.1998 zum Schluss, dass jetzt bereits schon fast
1/3 aller Häuser Roms im Besitze des Vatikans sind.6)
Diese Immobilien von »unermesslichem Wert« befinden sich
nach seiner Recherche in den besten Lagen: »Das ganze Gebiet vom
Campo dei Fiori bis zum Tiber gegenüber der Engelsburg, vorbei
an der Piazza Navona und den umliegenden Straßen ist praktisch
vollständig im Besitz des Vatikans. Es handelt sich um etwas
weniger als die Hälfte des historischen Zentrums.« Allein in
dieser Zone sind es über 2500 Paläste. Diese ganzen Immobilien
tauchen auf dem Katasteramt gar nicht auf, weil sie als
»ausländisches Territorium« gelten. 6)
Der Autor Guarino33) nennt Beispiele, wie Leute
zwangsgeräumt und auf die Straße gestellt wurden, obwohl die
Vatikanbank scheinheilig anderes versprochen hatte. Parisi fragt
am Ende: »Was haben Glauben und 160.000 Milliarden
Immobilienbesitz miteinander zu schaffen? Was hat Jesus mit ...
den teuersten Terrassenwohnungen Roms zu tun?« 6)
Jetzt versteht man die alten Prophezeiungen, nach denen den
Römern eines Tages der Kragen platzt und die Prälaten ihre
Kutten in den Tiber werfen müssen, um nicht erkannt zu werden
...
Doch wie ist der Vatikan zu diesem
immensen Besitz gekommen?
Blutgeld durch Sklaverei Der Menschenhandel und die Sklaverei vergrößerten den Reichtum der
Kirche, von dem sie heute noch lebt.
Die Kirche unterstützte von Anfang an die Sklaverei und
verschärfte sie in vielerlei Hinsicht. 7) S. 520.524
Papst Nikolaus V. legitimierte den Sklavenhandel in seiner Bulle
Divino amore communiti(Aus göttlicher Liebe zur
Gemeinschaft) am 18. Juni 1452. Deshalb war der Sklavenhandel
legal und verursachte bei den Beteiligten keinerlei Skrupel.
10) S. 101
Der Papst hielt sich selber Sklaven. Papst Gregor I. hielt
Hunderte Sklaven auf seinen Gütern und stimmte Gesetzen zu, die
den Sklaven verboten, freie Christen zu heiraten.
Ein Sklave wurde wie ein Stück Vieh betrachtet. Die Kirche
behandelte Sklaven wie »Kirchengut« und dieses galt als
unveräußerlich. Die Kirche schätzte den Wert von Kirchengütern
manchmal nicht nach Geld, sondern nach Sklaven ein. 7) S.
523
Wurde trotzdem ein Sklave freigelassen, musste er mit seinem
Vermögen die Kirche entschädigen. 7) (4. Synode von Toledo)
Die Kirche verbot Sklaven, Testamente zu machen. Beim Tode
eines Sklaven fielen seine Ersparnisse der Kirche zu.
Laut dem »heiligen«. Thomas von Aquin waren Sklaven »zweckdienlich«.
7) S. 229
Die Kirche tat alles, um die Sklaverei zu erhalten, und
nichts, um sie zu beseitigen. 7) S. 520
Ein Bischof durfte einen Sklaven nur entlassen, wenn er zwei
Sklaven dafür als Ersatz anbot. 7) S. 523
Uneheliche Kinder von Klerikern wurden zu lebenslangen
Kirchensklaven gemacht. Dies galt auch für Findelkinder. (3. Synode von Toledo)
Der »heilige« Martin von Tours (heute in vielen Kirchen
abgebildet, wie er seinen Mantel teilt) z. B. hielt sich 20.000
Sklaven. 7) S. 524
Auch die Klöster hatten Sklaven, sowohl zum Dienst im
Kloster wie zur Bedienung der Mönche. Tausende gefangener Slawen
und Sarazenen wurden als Sklaven an Klöster verteilt. 7) S.
528
Die Sklaverei dauerte auf Kirchenländereien und päpstlichen
Gütern bis ins 11. Jahrhundert.
»Schätzt man doch, dass zeitweise auf einen gefangenen
Sklaven, der die afrikanische Küste noch lebend erreichte, zehn
trafen, die schon beim Landtransport umgekommen waren, worauf
von weiteren zehn etwa neun auf dem Seeweg verreckten.« 10)
»Der Protestantismus ging von Anfang an in den gleichen
Bahnen, nachdem Luther Leibeigenschaft und Sklaverei theologisch
gerechtfertigt hatte. Bis weit ins 19. Jahrhundert trieben
evangelische Staaten unter der theologischen Billigung der
Missionare Sklavenhandel und gingen auf Sklavenjagd.« 8) S.
22 und 4) S. 150
Das erste englische Sklavenschiff hieß »Jesus«. 9) S.
179
Jesus predigte die Nächstenliebe. Mit dem Tun der Kirche ist
diese nicht zu vereinbaren. Für den, der jetzt sagt, so sei halt die Zeit gewesen, hier ein Satz
aus dem Koran: »Wünscht einer deiner Sklaven eine
Freilassungsurkunde, so stelle sie ihm aus, wenn du ihn als gut
kennst, und gib ihm einen Teil deines Reichtums, den Gott dir
verliehen.« 7) S. 513 Es hätte also auch im «Christentum«
anders sein können.
Sklavenhandel mit Indianern
Anfangs stand der Bischof Rodriguez de Fosca selbst als
Auftraggeber hinter dem Sklavenverkauf der Indianer in Sevilla.
10) S. 101
Kolumbus schickte ihm verschiedene Male eine größere Anzahl
von Indianern auf den Sklavenmarkt nach Spanien. Allein im
Februar 1495 waren es vier Schiffe mit je 500 Indianern im Alter
von 12-35 Jahren. 10) S. 101
Der geschäftstüchtige Kolumbus war wohl vertraut mit der
Moraltheologie seiner Kirche, nach der »die Versklavung von
Nichtchristen mit der Begründung gerechtfertigt sei, dass Heiden
ohnehin zu ewiger Verdammnis verurteilt seien.« 10) S. 102
Am 18. 6.1452 legitimierte Papst Nikolaus V. den
Sklavenhandel durch eine Bulle, indem er den portugiesischen
König ermächtigte,
» ... die Länder der Ungläubigen zu
erobern, ihre Bewohner zu vertreiben, zu unterjochen und in
die ewige Knechtschaft zu zwingen«.
Da sich der jetzige Papst so wunderbar hervortut mit
einem »Mea culpa« der besonderen Art, in dem er nämlich die ganze
Schuld der blutigen Untaten nicht der Kirche und seinen Päpsten,
sondern den »Söhnen und Töchtern« der Kirche in die Schuhe schieben
will, hier der Original-Text - der Millionen Indianern einen
grausamen Tod brachte - auf Lateinisch, sozusagen als
Gedächtnisauffrischung für den Papst: »... invandendi, conquirendi,
expugnandi et subjudandi illorumque personas in perpetuum servitutem
redigendi ...« 10) S. 101
Belegplan eines Schiffes bei einem Sklaventransport. Jahrhunderte lang förderte die Kirche die Sklaverei und hielt sich
eigene Sklaven.
Superreich durch Leibeigene Auch die Leibeigenen vergrößerten damals den Reichtum der Kirche, von dem sie heute noch lebt.
Bereits ab dem 4. Jahrhundert bildete sich unter der Domäne
der Kirche eine andere Art der Sklavenhaltung: die Leibeigenen.
2) S. 538
Die Leibeigenen waren de facto den Sklaven gleichgestellt.
Sie durften ihr Land nicht verlassen und waren den
Großgrundbesitzern, z. B. einem Kloster, hilflos ausgeliefert.
Sie wurden mit Abgaben von Wucherzinsen erpresst und
schikaniert. So entstand ein in hohem Grade korrupter und
tyrannischer Zwangsstaat. Das Elend der Leibeigenen war
unermesslich. Manche Eltern waren gezwungen, ihre Kinder in die
Sklaverei oder die Prostitution zu verkaufen. 2) S. 538
Aufstände wurden blutig unterdrückt. Die Kirche stand auf
der Seite der Ausbeuter und predigte Demut und Gehorsam. 2)
S. 544
Die Kirche war (und ist) größte Grundbesitzerin Europas. Das
Kloster Fulda z. B. besaß 15.000 Landsitze. Das Kloster St.
Gallen verfügte über 2.000 Leibeigene. 14) S. 240
Superreich durch Segen & Titel Auch der Verkauf von Segensbriefen, Titeln, Audienzen usw.
vergrößert heute noch den Reichtum der Kirche
Preisliste des Vatikans (1990)
DM 5.000,- für einen vom Papst persönlich unterzeichneten
Segen mit Urkunde
DM 30.000,- für eine Privataudienz mit dem Papst, inkl.
Video
DM 50.000,- Spende für einen Ehrendoktortitel
DM 120.000,- Spende für einen Orden (Ordensstern zum
Großkreuz des St.-Gregor-Ordens)
DM 300.000,- für einen Barontitel
DM 2.500.000,- für eine Erhebung in den Fürstenstand
DM 50.000,- für die Nebenkosten einer solchen Prozedur, etwa
anlässlich der Ostermesse
Ab ca. 100.000,- Euro (im Durchschnitt ca. 250.000,-) kosten
auch Heiligenprozesse. Nur wohlhabende Familien oder
Ordensgemeinschaften können sich einen derart teuren Prozess
leisten. 4) S. 299 Allein durch die 464 Heiligsprechungen (mehr als in den 400
Jahren davor) von Johannes Paul II. dürften ca. 116.000.000,-
Euro in die Kassen des Vatikans gerollt sein. 36) S. 165
Superreich durch Ablasshandel Mehr als 1 Milliarde Gulden sollen durch Ablasshandel nach Rom
geflossen sein. Dies ist Teil des Kirchenvermögens - heute noch.
Papst Sixtus IV. entschied 1467, dass die Wirkung
kirchlicher Ablässe auch für die armen Seelen im Fegfeuer gelte.
11) S. 144
Deshalb nahmen die Klöster Geld für Gebetsdienste, damit die
Verstorbenen angeblich weniger lang im Fegfeuer schmoren müssen.
Der Papst entschied auch, dass, wer nicht in der Lage sei,
eine Romreise für den vollständigen Ablass anzutreten, einen
ebenso vollständigen Ablass erlangt, wenn er lediglich 1/3 der
Reisekosten an die päpstlichen Vertreter zahlt. Tausende taten
dies. 15) S. 347
Papst Leo X. meinte, dass Arme dieses Segens nur schwer
teilhaftig werden, denn sie haben kein Geld und müssten deshalb
des Trostes entbehren. 2) S. 538
Ablässe werden auch heute, im 21. Jahrhundert (!),
angeboten. Während des »Jubeljahres 2000« wurden beim
Durchschreiten diverser Tore Ablässe gewährt.
»Nach Recherchen Corvins sollen durch den Ablasshandel im
Lauf der 600 Jahre seines Bestehens etwa 1 Milliarde Gulden nach
Rom geflossen sein.« 15) S. 348
Ablass für Mord und Totschlag Besonders abscheulich wird der Ablasshandel, wenn
es der Kirche nicht nur um finanzielle Bereicherung geht,
sondern Menschen zu Mord und Totschlag verführt werden, um angeblich
schneller in den Himmel zu kommen ...
So versprach Martin Luther jedem Soldaten, der beim Krieg
gegen aufständische Bauern einen Bauern ermordete, und selbst
ums Leben kam, einen Platz im Himmel. (Man vergleiche
Verheißungen an islamische Selbstmordattentäter) 31)
Papst Innozenz III. versprach jedem, der sich am Kreuzzug
gegen die Albigenser beteiligte, zwei Jahre Ablass. So sammelte
sich ein Heer von bis 200.000 Mann, um das Städtchen Béziers
anzugreifen. Ohne Rücksicht auf Alter, Geschlecht und Religion
wurden nahezu 20.000 Menschen niedergemetzelt. Selbst die Frauen
und Kinder, die sich in die Kirche geflüchtet hatten,
verschonten sie nicht. Anschließend wurde die Stadt
niedergebrannt. 16)
Um genügend Krieger für die Kreuzzüge zu bekommen, lockte
die Kirche mit rigorosen Ablässen. Für einen angeblichen Platz
im Himmel wurden Zigtausende Menschen ermordet. Da fragt man
sich, welcher Teufel als »Gott« möchte wohl Wesen mit einer
derart blutigen »Eintrittskarte« um sich haben?
Blutgold durch Raubmord
Unzählige Menschen wurden bei der Eroberung
Amerikas umgebracht - vor allem des Goldes wegen. Dieses Gold ist heute noch Teil der römisch-katholischen Kirche.
Mit dem ersten Gold aus der Süd-Amerika-Beute ließ Papst
Alexander VI. die Decke von Santa Maria Maggiore in Rom
verzieren und mit dem Symbol seiner Familie versehen. 10)
S. 115
Ein nennenswerter Anteil des Blutgoldes und -silbers floss
in kirchliche Schatzkammern, transformiert in stolze Kleinodien
christlich-abendländischer Gold- und Silberschmiedekunst. 10) S. 115
Signifikantes Beispiel ist eine fast drei Meter hohe
Monstranz, die Kardinal Cisneros aus dem Gold, »das Kolumbus auf
seinen Reisen fand«, fertigen ließ und der Kathedrale von Toledo
stiftete. 10) S. 114
Um das letzte Gold heraus zu pressen, wurden die
Indianer grausam gefoltert.
Festgelegt war der Hergang, nach dem die Missionierung der
Heiden zum Katholizismus zu bewerkstelligen war. »Die Indianer,
denen solche Gnade und Gunst widerfährt, sollten ihrerseits ihre
Unterwürfigkeit und ihren guten Willen beweisen, indem sie eine
große Menge Gold, Edelsteine, Silber und andere Dinge, die sie
besitzen, Seiner Hoheit, dem König und dem Gouverneur freiwillig
ausliefern, andernfalls könnten Gott, unser Herr und Ihre
Hoheiten sehr ungnädig werden.« 10) S. 108
»Das junge Mädchen wurde ohne weiteres den Armen seiner
Familie entrissen, um die Leidenschaft des brutalen Siegers zu
befriedigen. Aber die Hauptleidenschaft des Spaniers war die
Liebe zum Gold. Dafür schreckte er vor keiner Anstrengung zurück
... und Menschenleben waren in den Augen der Eroberer der
unbedeutendste Artikel.« 10) S. 109
»Im Jahr 1500 lebten in den heutigen Grenzen Mexikos 25
Millionen Indianer, hundert Jahre später nur noch eine Million.«
10)
Über die Einschmelzung peruanischer Goldschätze ist
überliefert: »Dann dauert es einen vollen Monat, das wertvolle
Geschirr einzuschmelzen, obwohl Goldschmiede des Landes Tag und
Nacht daran arbeiten müssen.« Der Chronist beziffert den
Goldwert nur dieser einen Aktion auf 1.326.539 Goldpesos. Dies
entspricht heute etwa 450.000.000 Euro. 10) S. 111
Aus dem Blutgold ließ der Kardinal eine
fast drei Meter hohe Monstranz, für die Aufbewahrung der
Hostie in der Kathedrale von Toledo schaffen.
»Wen überfällt nicht ein Schaudern, wenn
er den mit 20 Tonnen Blattgold vergoldeten Altar der
Kathedrale von Sevilla bestaunt und dabei an das in den
Minen vergossene Blut der Indianer denkt.« 12) S.
66 An eine Wiedergutmachung und ein Zurückgeben
der Beute denkt die Kirche nicht.
Einer der Haushofmeister ließ eine Menge Indianer hängen,
lebendig verbrennen, den Hunden vorwerfen, ihnen die Köpfe,
Hände und Füße abhauen oder die Zunge herausreißen. 10) S.
112
»Selbst der vornehmste Bischof des Reichs sendete seine
Diener in der Absicht mit, seinen Teil von der gemachten Beute
in Empfang nehmen zu lassen.« 10) S. 113
Der Katholizismus hat auch in Südamerika die Sklaverei
grundsätzlich anerkannt. Laie wie Priester praktizierten sie;
Klerus und Klöster, oft selber Großgrundbesitzer, handelten mit
Sklaven.10) S. 113
Ein spanischer Katholik verfüttert
Indianerkinder,
die der Mönch vorher noch schnell taufte, an seine
Hunde ...10) S. 128
Jesuiten und Franziskaner förderten Ehen zwischen Indianern
und Schwarzen, um deren Nachkommenschaft als Leibeigene zu
erklären. 10) S. 116
Während die einfache Bevölkerung, Generation um Generation,
in Dreck und Elend verkam, wurde der Klerus nahezu allmächtig
und immens reich, wie auch die übrigen Sklavenhalter und Herren,
die zur Finanzierung von »Gotteshäusern« eingefangene Indios
versteigerten ... 10) S. 117
Wie der Chronist Bartolomé de Las Casas berichtet, wurden
Millionen Indianer des Goldes wegen grausamst abgeschlachtet.
Der Gouverneur von Yucatan tauschte Hunderte junger Mädchen, die
er entführt hatte, gegen Wein, Öl oder eine Speckseite. 10)
S. 117
“Sie hängen zur Ehre und Verherrlichung Jesu
und der zwölf Apostel in einzelnen Gruppen
je dreizehn Indianer auf,
so dass die Füße das Scheiterholz gerade berühren.
Mit dem
Wegbrennen des Holzes zieht der Strang langsam zu.”
»Die christliche Kirche war noch versessener als die
weltlichen Herrscher auf die Ausbeutung des neuen Landes.«
10) S. 120
»1495 erließ Papst Alexander VI. die Bulle Intercaetra:
»... dass man barbarische Völker unterwirft und dem echten
Glauben zuführt.« 10) S. 120
»Der Papst überwachte ... die Ausgabe von Jagdscheinen, die
Europäern für Raub und Plünderung ausgestellt wurden.« 10)
S. 121
Ein Inkafürst sagte: »Was den Papst betrifft, von dem ihr
sprecht, so muss er wahnsinnig sein, wenn er daran denkt, Länder
zu verschenken, die ihm nicht gehören ...« Darauf rief ein Mönch:
»Greift augenblicklich an! Ich gebe euch die Absolution.«
10) S. 124.125
Der Chronist Bartolomé: »Ich sagte bereits, dass die Spanier
blutgierige wilde Hunde halten, die darauf abgerichtet sind, die
Indianer zu erwürgen und in Stücke zu zerreißen ... Zur
Verpflegung dieser Hunde führen sie auf ihren Märschen eine
Menge Indianer bei sich, die in Ketten gehen und wie eine Horde
Schweine einhergetrieben werden. Man schlachtet dieselben, und
bietet Menschenfleisch öffentlich feil. Dann sagt einer zum
andern: Borge mir doch ein Viertel von diesem Schurken (Bellacos).
Ich werde nächster Tage auch einen schlachten; dann gebe ich
dir’s wieder.« 10) S. 127
Einschüchterung und Terror wurden zur Grundlage erster
Begegnungen mit den Eingeborenen. So wurde in jedem Dorf
zunächst ein großes Blutbad (Matanza) angerichtet, damit sie
beim Hören des Namens »Christi« zitterten wie vor wahrhaftigen
Teufeln. Die Wege der Conquista waren deshalb von Leichen
aufgehängter und gepfählter Indianer gesäumt, die Schrecken und
Panik verbreiten sollten. 10) S. 124
Der Kazike Hatuay (Bild) wollte nicht getauft
werden, um nicht Gefahr zu laufen,
mit so grausamen Menschen
zusammen im (katholischen) Himmel sein zu müssen.
»Die Missionare dachten natürlich gar nicht daran, die Conquista in Frage zu stellen ... Das blutige Geschäft war die
Voraussetzung für ihre Mission. Verschwindende Ausnahmen
ausgenommen, forderten die Missionare Gewalt.« 10) S. 125
»Da nahm er (ein Gouverneur) ein Knäblein, welches er seiner
Mutter entriss, hieb ihm mit seinem Dolche von Armen und Beinen
ein Stück nach dem anderen herunter und gab jedem Hunde sein
Teil davon. Als sie nun diese Stücke aufgefressen hatten, warf
er das Körperchen auf die Erde, damit sie es zusammen
verzehrten.« 10) S. 128
Die Katholiken hackten und schnitten den
Indianern Nase und Hände ab und fütterten damit ihre Hunde.
Es war
der »größte Völkermord aller Zeiten«.
Die Tempel der Indios wurden schnell durch Kirchen ersetzt.
Allein in Mexiko 12.000. Sie zeugen von der Fähigkeit der
Missionare, die Indianer ohne Lohn für sie arbeiten zu lassen.
An all dieser Kirchenpracht kleben noch heute Tränen, Schweiß
und Blut der Indios. 10) S. 130.131
Aus einer indianischen Chronik: »Die Menschen waren von
Weisheit erfüllt. Sie kannten keine Sünde ... Sie waren voll von
Frömmigkeit. Es gab keine Erkrankung der Knochen, kein Fieber,
keine Syphilis, kein Brust- und kein Bauchleiden, keine
Magersucht. Die Körper waren rank und schlank. All das änderte
sich, als die weißen Männer kamen.« 10) S. 135
Von der gesamten indianischen Bevölkerung, die zur Zeit des
Kolumbus den Erdteil bewohnte, fielen 90 % dem Völkermord zum
Opfer.
»In besagten 12 Jahren und innerhalb der erwähnten 400
Meilen ... ermordeten die Spanier vier Millionen Menschen, die
sie entweder mit Schwert oder Lanze niederstießen oder lebendig
verbrannten, gleichviel, ob Mann oder Weib, jung oder alt.« 10) S. 107.108
Und heute? Viel von diesem Blutgold klebt noch an so mancher
Kirchendecke und am Kirchenaltar, und aus Blutgold ist
vielleicht noch manche Monstranz, so manch´ »Allerheiligstes«
gegossen. Auch das Blutgold hat die Kirche zu dem gemacht, was sie heute
ist: unermesslich reich. Und bis heute ist das Gold nicht
zurückgegeben worden!
Blutgeld durch Inquisition und Hexenbrennen Eine der schändlichsten Arten des Vatikans, Blutgeld und Reichtum zu
scheffeln, war der Raubmord an Andersgläubigen.
Die Inquisition war eine Raub- und Lynchjustiz im Namen des
»rechten« Glaubens.
Kirchenfürsten haben immer wieder Blutgelder eingestrichen -
so exzessiv, dass ein geflügeltes Wort sagte, das schnellste und
leichteste Mittel, reich zu werden, sei das Hexenbrennen. 4) S. 7
Grundlage für die Folterung und Ermordung Zigtausender von
Frauen in Europa war 1487 die Billigung des Hexenhammers durch
den Papst. 24) S. 193
Das wahre Gesicht der Inquisition zeigen die Anordnungen von
Papst Innozenz III. Er gebot, «das Eigentum der Ketzer zu
konfiszieren, zu enteignen und Ketzerkinder zu enterben».
24) S. 193
Damit das Blutgeld schneller floss und um »belastende
Geständnisse« zu bekommen, wurden die Opfer brutalst gefoltert.
Aus dem Blutgeld konnte z. B. Papst Johannes XXII. im Jahre
1317 sechs neue Bistümer kaufen. 24) S. 193
Bereits im Jahre 380 bedrohte man Andersgläubige (Ketzer)
mit Ausweisung, Verbannung und Konfiskation ihres Vermögens.
24) S. 193
Man sprach den Andersgläubigen das Recht ab, sich Christen
zu nennen, Testamente zu machen oder zu erben, und hatte die
Todesstrafe für alle “Abtrünnigen” bereit. 26) S. 475
Papst Alexander III. befahl auf dem Konzil von Tours 1163
den Fürsten, Andersgläubige einzukerkern und ihr Eigentum zu
konfiszieren. 27) S. 562
Sobald ein der Ketzerei Verdächtigter vorgeladen und
verhaftet worden war, wurde sein Vermögen beschlagnahmt - bevor
es überhaupt zu einem Prozess kam. Auch daran kann man das Wesen
der Inquisition erkennen. 27) S. 565
Das Vermögen der Ermordeten wurde eingezogen.
Heute würde man sagen: Raubmord.
Wurde jemand von der Inquisitionsbehörde beschuldigt und
abgeholt, so kamen sofort die Beamten ins Haus und sein Besitz
wurde inventarisiert. Seine Familie wurde - egal wie der Prozess
später ausging - vor die Tür gesetzt und musste eventuell
Hungers sterben. Es war sehr gefährlich, diesen Ausgesetzten zu
helfen, da man dadurch selber in die Mühlen der Inquisition
kommen konnte. 27) S. 565
Die Kirche bekam in Deutschland jeweils 1/3 des geraubten
Geldes, Landes oder der Häuser etc. der Ermordeten. In anderen
Fällen die Hälfte. Oft erhielt ein Drittel die Ortsbehörde, ein
Drittel die Inquisitionsbehörde (damit sie am Laufen blieb) und
ein Drittel der Bischof.
Im Vatikanstaat fiel das gesamte geraubte Gut der ermordeten
Andersgläubigen (Ketzer) an den Vatikan.
Ab dem 14. Jahrhundert sackte der Vatikan auch in den
anderen italienischen Gebieten 100 % des geraubten Gutes ein.
27) S. 574
Oft genug stritten Kirche und Staat um das Raubgut,
bisweilen jahrzehntelang.
Hätten nicht alle Beteiligten an der Inquisition, also am
Raubmord an Andersgläubigen, gut verdient, wäre die Inquisition
bald im Sande verlaufen. Denn viele Menschen, auch Fürsten,
fühlten in ihrem Inneren, dass hier der Papst etwas Teuflisches
angeordnet hatte. 27) S. 597
Der Papst hat die Inquisition befohlen und gezielte Foltermethoden
gebilligt (Hexenhammer).
Natürlich wurden vor allem reiche Andersgläubige (Ketzer)
bevorzugt und ermordet. In Spanien reiche »Conversos«, also
bekehrte Juden. Manchmal konnten sie sich für astronomische
Summen für einige Zeit freikaufen. Als die reichen »Conversos«
»ausgestorben« waren, weil man über Jahrhunderte Jagd auf sie
gemacht hatte, war der Niedergang des kirchlich inszenierten
Raubmordes nicht mehr aufzuhalten. 28) S. 158
Besonders pervers: Auch Verstorbene konnten nachträglich der
Ketzerei beschuldigt werden. Dadurch konnte das Vermögen des
Verstorbenen im Nachhinein bei den Erben eingezogen werden.
So konnte man jeden unliebsamen Menschen ruinieren: über den
Umweg seiner verstorbenen Eltern. Eine Verjährung kannte die
katholische Kirche erst nach 100 Jahren.
So stürzte man ganze Familien in unbeschreibliches Elend,
indem man ihnen alles raubte.
Eine Verjährung bei Lebenden gab es nicht. So konnte eine
kritische Aussage eines Jünglings denselben noch als Greis auf
den Scheiterhaufen bringen - je nachdem, wie reich er war ...
Der katholische Mönch kann zufrieden sein. Gerade wurden die letzten
Katharer verbrannt. Die Besitztümer wurden eingezogen.
Besonders pervers und grausam: Jeden Handgriff bei den
brutalen Foltern und auch das Essen der Folterknechte mussten
das Opfer oder seine Angehörigen bezahlen. Es gab eine
Preisliste für alle Foltern. Hier ein Beispiel aus Darmstadt:
25)
Einen Lebenden zu vierteilen 15 kr.
Den Scheiterhaufen aufrichten, Die Asche des Verbrannten in
fließendes Wasser werfen 30 kr.
Eine Hexe lebend verbrennen 14 kr.
Eine Person mit dem Schwert töten 10 kr.
Einen Menschen henken 18 kr.
Einen Körper ziehen 5 kr.
Ohren und Nase abschneiden 5 kr.
In den Bock spannen 8 kr.
Ein Streich mit der Spitzrute 1 kr.
Für Schnüre zum Bockspannen Aufziehen und die Gewichte
anhängen, die Beinschrauben anlegen 30 kr.
Des Ortes verweisen 1 kr.
Das durch Raubmord vorwiegend Frauen gestohlene Geld und Gut
kam direkt oder auf Umwegen der Kirche zugute. Mittel aus
Hexen-Raubmord wurden verwendet z. B. beim neuen Schlossbau der
Mainzer Erzbischöfe oder für die Kirchen in Goßmannsdorf und
Gerbrunn. 13) S. 136
Auch Schloss Johannisburg in Aschaffenburg wurde durch
Blutgeld erbaut.
Nicht vergessen: Dieses durch Raubmord erbeutete Blutgeld
ist auch heute noch Teil des - durch Zins und Zinseszins zu
Milliarden angewachsenen - Vermögens der Kirchen.
Der vor allem in
Europa und Amerika verbreitete Katholizismus vertritt eine
sehr abstruse Glaubensrichtung. Die Massenmörder, die
Hunderte Frauen, Männer, Greise und Kinder in einen
grausamen Tod geschickt haben, bekommen Denkmäler über
Denkmäler (Bild: Zwei Würzburger Hexenbrenner: Julius Echter
und Johann Gottfried von Aschhausen mit Denkmälern im
Würzburger Dom) und man benennt Brunnen und Straßen
nach ihnen. Aber für die Opfer findet man nicht einmal eine
Gedenk-Tafel. Im Denken dürfte sich da noch nicht allzu viel
geändert haben.
Superreich durch Fälschungen Um den kirchlichen Grundbesitz zu vermehren,
fälschten Mönche und
andere Kirchenleute Urkunden.
Um den kirchlichen Grundbesitz zu vermehren, fälschten
Mönche und andere Kirchenleute nicht selten Urkunden.
Wollte ein Bischof oder ein Abt seinen Grundbesitz
vergrößern, ließ er oft eine Fälschung erstellen, die dann im
Archiv »gefunden« wurde und bewies, dass dieser oder jener Fürst
aus früherer Zeit den betreffenden Landstrich bereits dem
Kloster vermacht hatte. Was wollten die einfachen Bauern dagegen
tun, die oft des Schreibens und Lesens unkundig waren?
Es gab Mönche, die das Fälscherhandwerk gelernt hatten und
die das Land von Kloster zu Kloster durchzogen, um ihr Handwerk
auszuüben.
Auf dem Sterbelager bekannte z. B. der Mönch Gueron, dass er
ganz Frankreich durchzogen habe, um für Klöster und Kirchen
falsche Dokumente zu erstellen. 16) S. 83
In Süddeutschland übernahm das Benediktinerkloster Reichenau
am Bodensee diese kriminelle Arbeit. 17) S. 23
Ein großer Teil der mittelalterlichen Urkunden
ist gefälscht.
Den absoluten Gipfel der Kriminalität maßte sich Papst
Stephan II. (+ 757) an, indem er behauptete, Konstantin habe ihm
das ganze Abendland geschenkt. Nicht wenige, die diese »Konstantinische
Schenkung« für eine Fälschung hielten, mussten ihre Aussage mit
dem Tode bezahlen, so z. B. Johannes Dränsdorf in Heidelberg noch
im Jahre 1425 und der Waldenser-Führer Friedrich Reiser in
Straßburg 1458. 11) S. 51
Der Konstantinischen Schenkung wurde folgendes Märchen
zugrunde gelegt: Der Christenverfolger Konstantin war demnach
durch Papst Silvester I. vom Aussatz geheilt, bekehrt und
getauft worden und hatte zum Dank dem Papst nicht nur den
Lateran, sondern alle Provinzen Italiens und der westlichen
Lande zum Geschenk gemacht.
Nachdem bereits im 12. Jahrhundert die Anhänger Arnolds von
Brescia den Betrug erkannt hatten, deckte ihn endgültig 1440 der
päpstliche Sekretär und Humanist Laurentius Valla in einer
Schrift auf. Die römisch-katholische Geschichtsschreibung, so
Deschner, gab die Fälschung erst seit dem 19. Jahrhundert zu.
10) S. 106
Noch immer sind die Kirchen der größte private Grundbesitzer
in Deutschland wie auch in vielen anderen Staaten. Wie viel
dieses Grundbesitzes ist mit dem Geld ehrlicher Arbeit gekauft
und bezahlt worden? Und wie viel ist gestohlen, ergaunert und
geraubt worden?
Superreich durch Erbschleicherei Ein Hauptfaktor für das Anwachsen des kirchlichen Grundbesitzes seit
der Antike, besonders aber im Mittelalter, waren Erbschaften.
Bereits im 4. Jahrhundert war die Erbschleicherei durch den
damaligen Papst Damasus so schlimm, dass der Kaiser eingreifen
musste. 7) S. 496
Um nicht in den Verdacht der Ketzerei zu gelangen,
hinterließ jeder Grundbesitzer oder Pächter bei seinem Tode
einen Teil der Kirche. Denn auch ein Toter konnte noch der
Ketzerei angeklagt werden, um den Nachkommen das ganze Erbe zu
rauben. Zudem bekam ein der Ketzerei Verdächtigter unter
Umständen keinen Begräbnisplatz in geweihter Erde. Unter diesem
moralischen Druck wuchsen die Ländereien der Kirche an. 14)
S. 454
Papst Alexander III. verfügte bereits 1170, dass kein
Testament gültig sei, das nicht in Gegenwart eines Priesters
gemacht worden war. 14) S. 454
Jeder weltliche Notar, der ein Testament aufstellte, ohne
diese Vorschrift des Papstes zu beachten, wurde mit dem
Kirchenbann bestraft. 14) S. 454
Die Kirche beanspruchte für sich das alleinige Recht, ein
Testament gerichtlich zu bestätigen. 14) S. 454
Testamentarische Erbschaften an die Kirche galten laut
Kirche als verlässliches Hilfsmittel, um die Leidenszeit im
Fegefeuer zu verkürzen. So machte die Angst vor ewigen
Höllenstrafen nicht nur krank, sondern sie brachte der Kirche
einen schönen Batzen Geld ein. Bis heute.14) S. 454
Die christliche Ethik der Wiedergutmachung wurde so
ausgelegt, dass wuchernden Kaufleuten gesagt wurde, die einzige
Möglichkeit, das Heil zu erlangen, sei die vollständige
Rückzahlung ihres Gewinns. Die Rückzahlung folgte in der Regel
jedoch nicht an die Geschädigten. Stattdessen wurden in vielen
Fällen kirchliche Stiftungen ins Leben gerufen. 7) S. 504
Unverhohlen predigte der Kirchenvater Salvian im 5.
Jahrhundert: »Wer sein Vermögen seinen Kindern hinterlässt,
statt der Kirche, handelt gegen den Willen Gottes und gegen
seinen Vorteil. Während er für die irdische Wohlfahrt seiner
Kinder Sorge trägt, betrügt er sich um seine eigene Wohlfahrt im
Himmel.« 7) S. 504
Der »heilige« Basilius formulierte es so: »Vorsorge für die Kinder
ist nur ein Vorwand der Habsüchtigen.« 7) S. 505
Erbschleicherei durch Priester ist bis in die heutigen Tage
bekannt. Vor allem ältere Menschen sind davon betroffen.
Alleinstehende ältere Menschen in Altenheimen sind dem Trost der
Priester besonders zugänglich ...
1993 wurde ein Fall eines Professors bekannt, der seinem
Neffen laut seinem Testament 1,5 Millionen Mark vermachte. Das
Testament wurde jedoch vom Priesterseminar Zaitskofen
angefochten. Die katholischen Priester argumentierten, der
Professor sei nicht bei Trost gewesen, als er das Testament zu
Ungunsten der Kirche änderte. Dem konnte das Gericht nicht
folgen. Die Gerichtskosten von 100.000 DM für den
dreieinhalbjährigen Prozess muss das katholische Priesterseminar
bezahlen. Hannoversche Allgemeine Zeitung, 30.09.2002
Superreich durch den Zehnt Eine große Rolle bei den Einnahmen der Kirche spielte auch der
Zehnt.
Im Mittelalter waren alle Grundbesitzer verpflichtet, ein
Zehntel ihrer Gesamterzeugung oder ihres Einkommens an die
Ortskirche abzuführen. 14) S. 454
Wer den Zehnten nicht oder unrichtig zahlte, riskierte
Verdammnis und Exkommunikation durch die Priester. 14) S.
454
So zogen die Geistlichen »bewaffnet und unnachsichtig
Schulden ein«, während sie scheinheilig gegen Wucher und Zinsen
predigten. 15) S. 498
Der heilig gesprochene Papst Pius V. (1566-1572) gab seinen Eintreibern die Anweisung: »Ein gemeiner Mann, der seine Geldstrafe nicht bezahlen kann,
soll beim ersten Mal mit auf den Rücken gefesselten Händen einen
Tag lang vor der Kirchentür stehen. Beim zweiten Mal durch die
Straße gegeißelt werden. Beim dritten Mal wird man ihm die
Zunge durchbohren und ihn auf die Galeeren schicken.«11) S. 18
Verweigerung des Zehnten führte bei den Stedinger Bauern zu
Massenmord und Plünderung durch die Kirche mit ihren verbündeten
Rittern. Die Bauern weigerten sich, dem Erzbischof von Bremen den Zehnt
zu zahlen. Gegen sie wurde im Jahre 1229 das furchtbare
Instrument der Inquisition in Gang gesetzt. Papst Gregor IX. ließ seine Dominikaner den Kreuzzug gegen die
Stedinger Bauern predigen. 18) S. 90 Im Winter 1229/30 rückte Erzbischof Gebhard II. von Bremen
zusammen mit seinem Bruder und anderen Adeligen und ihren
Rittern ins Feld gegen die Bauern. 18) S. 90 Zunächst gewannen die Bauern, aber fünf Jahre später, am 27.
März 1234, wurden sie von einem Heer im Dienste der Kirche
massakriert. 18) S. 91
Superreich durch Simonie Der Ämterverkauf (Simonie) brachte dem Papst viel Geld und
Besitztümer ein.
Jesus kannte keine Ämter. Er stand auf gegen die Theologie und
gegen das damalige Priester- und Pfarrertum. Deshalb setzte er auch keine
Amtsinhaber ein.
Die katholische Kirche machte das das ein wenig anders ...
Papst Innozenz III. schuf gleich nach seinem Amtsantritt 52
neue Sekretariatsstellen, die er für 79.000,- Goldgulden
verkaufte. 15) S. 342
Päpste erklärten oft die verkauften Ämter ihrer Vorgänger
als vakant, um sie neu verkaufen zu können. 15) S. 342
Papst Leo X. hatte 39 neue Kardinalsämter geschaffen und
strich dafür 511.000,- Dukaten ein. Der Preis für einen
Kardinalshut lag damals bei 10.000,- bis 30.000,- Golddukaten
pro Exemplar.
Selbst das Amt des Papstes war käuflich und ging an den
Meistbietenden. Als 1492 Papst Innozenz VIII. starb, galt
Kardinal della Rovere als der große Favorit. Er verfügte über
1.000.000 Golddukaten von der Republik Genua und weitere 200.000
vom König von Frankreich, um seinem Anspruch den nötigen
Nachdruck zu verleihen. 19) S.191
Sein Konkurrent Rodrigo Borgia war unter vier Päpsten
Vizekanzler des Heiligen Stuhls. «Die von ihm gebotenen
Bestechungsgelder waren atemberaubend. Er verschenkte reiche
Abteien, luxuriöse Villen und ganze Städte, um sich die Stimme
eines Kardinals zu sichern.« 19) S.191
«Während des fünftägigen Konklaves im August 1492 operierte
er mit Versprechungen auf profitable Beförderungen und
unverhohlenen Bestechungen, um die Wahl für sich zu entscheiden.
Manche Kardinäle wollten Paläste, andere Burgen, Land oder Geld.
Kardinal Orsini verkaufte seine Stimme für die Burgen
Monticelli und Sariani.
Kardinal Ascanio Sforza wollte vier Maultierladungen Silber
- und das lukrative Kanzleramt der Kirche, um seine Zustimmung
zu garantieren.
Kardinal Colonna bekam die reiche Abtei St. Benedikt mitsamt
allen dazugehörigen Domänen und Patronatsrechte für sich und
seine Familie auf ewige Zeiten.
Der Kardinal von St. Angelo wollte das Bistum Porto, die
dortige Burg und einen Keller voll Wein.
Kardinal Savelli erhielt die Civita Castellana.
Rodrigo fehlte immer noch eine Stimme zum Sieg. Die
ausschlaggebende Stimme gehörte einem venezianischen Mönch. Er
wollte lediglich 5.000 Kronen und eine Nacht mit Rodrigos
Tochter, der reizenden zwölfjährigen Lucrezia. Das Geschäft
wurde besiegelt, und mit den Stimmen von zweiundzwanzig
Kardinälen in der Tasche wurde Rodrigo Borgia zu Papst Alexander
VI. gekürt.« 19) S. 191-192
Superreich durch Mord Päpste schreckten auch vor Mord nicht zurück, wenn es um ihre
finanziellen oder machtpolitischen Vorteile ging.
Glaubt man einigen Priestern, die mit einem Buch anonym an die
Öffentlichkeit gingen,
so geschehen heute noch mysteriöse Todesfälle im Vatikan.
Der Historiker Thomas Tomasi schrieb dazu: »Es wäre nicht
möglich, all die Morde, die Vergewaltigungen und die Fälle von
Blutschande aufzuzählen, die jeden Tag am Hof des Papstes
begangen wurden. Das Leben eines Menschen ist nicht lang genug,
um sich die Namen aller ermordeten, vergifteten oder bei
lebendigem Leibe in den Tiber geworfenen Opfer zu merken.« 19) S. 214
Mord war ein hübscher Nebenverdienst für Papst Alexander VI.
Der permanenten Bedrohung seines Bruders überdrüssig, der sich
im Vatikan als Flüchtling aufhielt, schickte der osmanische
Sultan Bajasid II. Papst Alexander VI. 40.000 Golddukaten, für
die er Dschem ermorden solle. Doch so billig war die Hilfe des
Papstes nicht zu haben. Er wartete ab. Weitere 200.000 Dukaten
legte der Sultan nach. Dann ließ Papst Alexander VI. Dschem
vergiften. 19) S. 195.196
Der Ämterverkauf war eine gute Einnahmequelle. Um jedoch die
Einnahmen nicht versiegen zu lassen, «sorgte Papst Alexander
dafür, dass die Kardinäle bald vergiftet wurden, die er zuvor
ernannt hatte. So konnte er nicht nur ihren Kardinalshut erneut
verkaufen, sondern auch alle ihre Besitztümer einstreichen, die
auf die Kirche übergingen - soll heißen auf Papst Alexander«.
19) S. 195
In seinem Bestseller Die Heilige Mafia des Papstes erwähnt
Robert Hutchison eine Reihe mysteriöser Todesfälle, die alle in
geschäftlichem oder persönlichem Zusammenhang mit dem Vatikan
oder einer ihr nahe stehenden Gruppe stehen sollen: Er bezieht
seine Behauptungen auf folgende Todesfälle: 20)
1975: Der französische Senator Prinz Jean de Broglie
1977: Charles Bouchard, Geschäftsführer der Genfer
Leclerc-Bank
1978: Pater Giuliano Ferrari
1978: Der orthodoxe Patriarch Nikodim
1978: Papst Johannes Paul I.
1978: Wenig später Kardinalstaatssekretär Villot
1979: Kardinal Vagnozzi, Chef der vatikanischen Präfektur
für Wirtschaftsangelegenheiten
1981: Francesco Cosentino, P2-Loge
1982: Der Mailänder Bankier Roberto Calvi
1982: Der Antiquar Sergio Vaccari
1982: Der Autor Giorgio Di Nunzio
1982: Kardinal Benelli aus Florenz
1985: Der ehemalige spanische Außenminister Gregorio
López-Bravo
1985: Bankier Ricardo Tejero
1986: Der Reeder José Maria Aristrain
1986: Der Mafioso Michele Sindona
1986: Ein missglückter Mordanschlag auf den spanischen
Unternehmer Ruiz-Mateos
1986: Der spanische Verfassungsrichter Manuel García-Pelayo
1994: Der salvadorianische Erzbischof Rivera Damas
1998: Der Leiter der Filiale der Vatikanbank in Neapel, Aldo Palumbo
Der Geistliche Giuliano Ferrari wurde in einem leeren Abteil
des Schnellzuges Genf-Paris tot aufgefunden. Er starb angeblich
an »schwerem Herzinfarkt«. Bereits 1969 hatte man versucht, ihn
mit Hilfe von Glykosid Digitalis langsam zu vergiften. Diese
Droge verursacht Herzversagen. Ferrari nannte die römische
Kirche »das größte und schmutzigste Geschäftsunternehmen der
Welt«. Deschner spekuliert, ob er nicht Opfer des Vatikanismus
wurde. Nach Ansicht Ferraris waren die lateinamerikanischen
Priester Camillo Torres und Oscar Romero Opfer des Vatikans.
Ferrari sagte kurz vor seinem Tod: »Das jüngste Verbrechen des
Vatikans war die Ermordung meines Freundes, des Erzbischofs
Oscar Romero in San Salvador.« 2) S. 178
Am Morgen des 18. Juni 1982 wurde der Mailänder Bankier
Roberto Calvi unter der »Brücke der Barmherzigen Brüder« in
London erhängt aufgefunden, seine Füße hingen in die Themse. Er
war Mitwisser und Beteiligter eines großen Finanzskandals, der
vom Vatikan ausgelöst wurde. Seiner Tochter sagte er kurz vor
seinem Tode: »Die Priester werden mein Ende sein.« 3) S.
276
Seine Frau, Clara Calvi, sagte in einem Interview: »Es waren
mit Sicherheit die Priester des Vatikans. Das hatte uns Roberto
schon vorher gesagt. Jemanden umzubringen ist für sie keine
Sünde, so sagten sie es ihm. Sie würden ja nur eine Seele aus
dem Körper befreien.« 22) Mehr dazu bei
http://theologe.de/theologe16.htm#Banco_Ambrosiano
Dem früheren Finanzberater des Vatikans, Leopold Ledl, sagte
Calvi Tage vor seinem Tode auf seiner Flucht nach London: »Marcinkus
will meinen Kopf.« (Gemeint war Kardinal Marcinkus.) 21) S.
276
Am Montag, dem 4. Mai 1998 wurden im Vatikan drei Menschen
ermordet. Die offizielle Fassung: Der Schweizergardist Cédric
Tornay habe den Oberstleutnant Estermann und seine Ehefrau
Gladys Meza Romero erschossen, um sich darauf selbst zu richten.
Eine Gruppe von Angehörigen des Vatikans, Geistliche und Laien, die
anonym bleiben wollen, sehen das anders. Sie schrieben in Italien
ein Buch zu diesem Thema mit dem Titel: »Blutlügen im Vatikan«. In
Deutschland erschien das Buch mit dem Titel: Ihr
habt getötet. 23)
In ihrem Buch legen sie ihre Überlegungen dar, wie es zu den
Morden gekommen sein könnte, wer Nutznießer war, und sie zählen
die vielen Unstimmigkeiten auf bis zum gefälschten
Abschiedsbrief des angeblichen Mörders.
Die Mutter Cédrics behauptet, es gäbe jemanden im Vatikan,
der die Wahrheit aufklären könnte, doch dieser jemand sei
plötzlich spurlos verschwunden.
Sie hat Angst, denn Abgeordnete aus dem Vatikan sind bis zu
ihr in die Schweiz gereist, um sie unter Druck zu setzen und zum
Schweigen aufzufordern. 23) S.110
Nach Angaben dieser anonymen Mitarbeitergruppe des Vatikans,
die sich »Jünger der Wahrheit« nennt, soll im Vatikan ein
»blutiger Erbfolgekrieg« toben zwischen dem sich rivalisierenden
Ableger der berüchtigten Freimaurerloge P2« und einer
erzkonservativen international agierenden Gruppe. 23) S.117
Die »Jünger der Wahrheit« aus dem Vatikan schreiben, dass in
einem zähen Ringen sich Clans der Freimaurer und dieser
internationalen Gruppe »die gigantische (politische, ökonomische
und logistische) Machtfülle des Vatikans untereinander
aufteilen, wobei der Papst nur als klerikales Aushängeschild
dient.« 23) S.117
Zum Tode von Johannes Paul I. (Albino Luciani) sagen sie, er
wollte mit dubiosen Finanzgeschäften, übertriebenem Prunk und
Korruption innerhalb der Amtskirche aufräumen. »Doch sein
Pontifikat war auffallend kurz (33 Tage), die Todesumstände
mysteriös, und Albino Lucianis Leiche wurde so schnell
einbalsamiert, dass eine Obduktion nicht mehr möglich war ...«
23)
Superreich durch Nebeneinnahmen Die Päpste fanden immer wieder Wege, ihr Vermögen und das der Kirche
zu vergrößern.
Papst Alexander VI. ließ Mörder einfach laufen - gegen eine
kleine Gebühr selbstverständlich. Er bemerkte: »Der Herr will
nicht den Tod des Sünders, sondern dass er zahlt und lebt.« Bei
durchschnittlich ca. 14 Ermordeten pro Tag in Rom damals ein
einträgliches Geschäft. 19) S. 195
Der gleiche Papst erlaubt einem Adeligen, mit seiner
Schwester Blutschande zu begehen - gegen eine Gebühr von 24.000
Goldstücken. 19) S. 195
Peter Mendoza, Kardinal von Valencia, erkaufte sich beim
Papst die Genehmigung, seinen Liebesknaben »leiblichen Sohn«
nennen zu dürfen. 19) S. 195
Nigel Cawthorne schreibt in seiner Skandalchronik des
Vatikans über Papst Bonifatius IX.: Er «war ein Mörder, der
durch Ämterverkauf (Simonie) die leeren päpstlichen Kassen
füllte. Außerdem betrieb er Ablasshandel und erhob Gebühren für
die Kanonisierung Heiliger oder die Ausstellung von
Echtheitsurkunden für ´neu entdeckte` Reliquien, wie zum Beispiel
die Vorhaut Christi.« 19) S. 195
Auch an den Kreuzzügen verdienten die Klöster gut, denn sie
nahmen die Ländereien der Kreuzfahrer als Pfand, die beim Tode
derselben an sie fielen ...14) S. 455
Superreich durch Prostitution Es gab Päpste und Bischöfe, die sich durch Prostitution bereicherten und dafür eigene Bordelle betrieben.
Um einen Krieg gegen die Türken zu finanzieren, baute Papst
Sixtus IV. (1471-1484) in Rom ein vornehmes Bordell für beide
Geschlechter. Seine Kurtisanen sollen ihm jede Woche einen
»Julio« aus Gold bezahlt haben, was jährliche Einnahmen von
26.000 Dukaten ergaben. 19) S. 172
Zu Zeiten des Papstes Klemens VI. (1342-1352) waren die
Prostituierten so zahlreich, dass Papst Klemens ihnen eine
Steuer auferlegte. Der Historiker Joseph McCabe stöberte gar
eine Urkunde auf, aus der hervorgeht, dass päpstliche Beamte
»ein schönes, neues, ansehnliches Bordell« von der Witwe eines
Arztes kauften. Die Urkunde verzeichnet fromm, der Ankauf sei
»im Namen Unseres Herrn Jesus Christus« erfolgt. 19) S.137
In Deutschland hatte sich eine neue Form der
Tempelprostitution entwickelt. Im Straßburger Münster trieben
sich Prostituierte herum. Was man dazu wissen sollte: Der
Bischof von Straßburg leitete ein Bordell. 19) S. 118
Der Dekan des Würzburger Doms soll den gesetzlichen Anspruch
besessen haben, jedes Jahr aus jedem Dorf der Diözese ein Pferd,
eine Mahlzeit und ein junges Mädchen zu erhalten. 19) S.
118
Eine direktere Form der Tempelprostitution wurde im
dreizehnten Jahrhundert in Rom wiedereingeführt. Alle
ortsansässigen Huren wurden zusammengetrieben und in der
unterirdischen Kapelle der Kirche Santa Maria an die Arbeit
geschickt, umgeben von einigen der heiligsten Gegenstände der
Christenheit.
Papst Julius II. verfügte am 2. Juli 1510 in einer
päpstlichen Bulle die Einrichtung eines Bordells, in dem junge
Frauen ihrem Gewerbe nachgehen durften.
Die nachfolgenden Päpste Leo X. und Klemens VII. duldeten
dieses Etablissement ebenfalls unter der Bedingung, dass ein
Viertel der gesamten Habe der dort arbeitenden Frauen nach ihrem
Tod in den Besitz der Nonnen von Sainte-Marie-Madeleine
übergeht. 19) S. 236
»Vielweiberei, Sodomie und Inzest waren noch
die harmlosen Laster von Päpsten ...« 19) U4
Superreich durch Subventionen des Staates In Deutschland liegt die Kirche mit dem Staat in einem Bett, obwohl
es das Grundgesetz anders vorschreibt.
Die Folgen: Der Staat nimmt dem Bürger das Geld - der reichen Kirche
wird es vorne und hinten rein gesteckt!
Über 14 Milliarden jedes Jahr!
Entweder sind die Politiker derart umnachtet, dass sie es
nicht merken, oder sie sind der Kirche hörig und haben Angst.
Man hat das Gefühl, die Kirchen haben die Politiker längst
in die Tasche gesteckt und können fordern, was sie wollen - die
Politiker zahlen es buckelnd, dankbar und freiwillig nach dem
Motto: »Halt du sie dumm - ich halt sie arm ...«
Seit Jahr und Tag benützt die Kirche den Staat und somit das
Volk als »Melkkuh«.
Sie lässt sich vom Staat vieles zahlen:
Gehälter von Bischöfen, Kardinälen, Erzbischöfen und
Weihbischöfen
Gehälter von Kanonikern und Oberkirchenräten
Gehälter von Domvikaren und Mesnern
Gehälter von bischöflichen Sekretären
Gehälter von Militärbischöfen und -pfarrern
Reparatur und Erhalt zahlreicher Kirchen und kirchlicher
Gebäude
Ausbildung der Priester und Theologen
Konfessionellen Religionsunterricht an öffentlichen Schulen
Abermillionen für Forderungen aus der Zeit vor Napoleon (!),
die meist von den verarmten Kommunen bezahlt werden müssen.
(Kein schlechter Witz)
Sogar der Weihrauch, der Messwein und die Messgewänder u. v. m.
werden bei der Militärseelsorge vom Staat bezahlt.
Vom Volksgeld finanzieren sie auch die meisten Kosten ihrer
Einrichtungen (ca. 90 %, ca. 50 Milliarden Euro jährlich). Sie
greifen wenig in die eigene Tasche (trotz 500 Milliarden Euro
Vermögen). Dennoch haben sie dort das Sagen: Wer einen
Geschiedenen heiratet, dem droht in einer katholischen
Einrichtung die Kündigung etc.
Der Clou: Auch Moslems, Atheisten und aus der Kirche
Ausgetretene müssen Gehälter von katholischen Bischöfen zahlen,
da das Geld aus dem allgemeinen Steuertopf genommen wird (also
nicht von den Kirchensteuern, wie manch einer glaubt).
Baut eine örtliche Kirchengemeinde einen neuen Kindergarten,
so bezahlt sie z.B. nur 1/3 der Kosten, 2/3 zahlt der Staat. Die
Kirche wird jedoch alleiniger Eigentümer. (Oft wird das
Grundstück gar geschenkt.) So wächst der Grund- und
Immobilienbesitz der Kirche kontinuierlich.
Dies alles und noch vieles mehr ist »das Geheimnis des
Staates und der Kirche.«
Zusammenstellung* der
milliardenschweren Subventionen des deutschen Staates an
die Kirchen
Verzicht auf Einnahmen
Steuerliche Absetzbarkeit der Kirchensteuer
für Kirchenmitglieder (lt. 22. Subventionsbericht der
Bundesregierung vom 2010)
2,79 Mrd. Euro
Befreiung von allen Steuern
1,50 Mrd. Euro
Verzicht auf Einnahmen insgesamt ca.
4,29 Mrd. Euro
Direkte Subventionen (unvollständig)
Konfessioneller Religionsunterricht
an staatlichen Schulen
3,50 Mrd. Euro
Ausbildung der Theologen an
staatlichen oder kirchlichen Hochschulen
0,65 Mrd. Euro
Ersparnis der Kirche durch staatlichen Einzug der Kirchensteuer
1,01 Mrd. Euro
Denkmalpflege (nur Anteil
von Bund und Ländern)
0,24 Mrd. Euro
Seelsorge und Mission bei Militär,
Polizei, in Gefängnissen und Anstalten
0,08 Mrd. Euro
Zahlungen der Bundesländer aufgrund von
Verträgen und Konkordaten, z. B. "Dotationen"
0,83 Mrd. Euro
Zahlungen der 15.000 Kommunen in
Deutschland (geschätzt)
4,00 Mrd. Euro
Ausgaben öffentlicher Rundfunkanstalten
für kirchliche Sendungen
0,02 Mrd. Euro
Zuschüsse an kirchliche Hilfs- und Missionswerke u. a.
0,19 Mrd. Euro
Zuschüsse für kirchliche Kultur
0,02 Mrd. Euro
Sonstiges, z.B. Orden, Medien, Kirchentage
0,09 Mrd. Euro
Weitere Subventionen
unbekannt
Direkte Subventionen ca.
10,82 Mrd. Euro
Staatliche Subventionen
an die Kirchen insgesamt ca.
15,1 Mrd.
Euro
* Quellen: C. Frerk, Finanzen und Vermögen der Kirchen,
Alibri-Verlag, Aschaffenburg 2002 und G. Rampp, Bund für
Geistesfreiheit, Augsburg (http://www.bfg-augsburg.de) sowie eigene Recherchen
In der Summe von ca. 15,1 Milliarden Euro ist die weit gehende
Staatsfinanzierung der kirchlichen Sozialeinrichtungen noch gar
nicht enthalten: Für Caritas und innere Mission gibt es noch einmal ca.
50 Milliarden Euro
extra Subventionen vom Staat. Die Kirchen selbst verwenden für
öffentlich-soziale Zwecke nur ca. 8 % der ca. neun Milliarden Euro
Kirchensteuer jährlich. Sie greifen nicht gern in die eigene
Tasche, solange die Melkkuh, der Staat, sich melken lässt. So
werden die blutigen Kirchenfundamente mit immer neuen
Geldströmen aus der Staatskasse übergossen.
Wann wachen die Politiker auf? Wozu braucht das Land
Eminenzen? Wann endlich wird der Staat frei und die Kirchen und ihre
Anhänger zahlen ihre »Hochwürdigsten Herren« und ihren Kult selber?
PS: Die Ausgaben Nr. 2 (Eine dämonische Sekte),Nr. 3 (Der Reichtum der Kirche ist Blutgeld), Nr. 5 (Voodoo auf katholisch) der
Informationsschriften sowie das Heft
Endzeitsind kostenlos auch als Druckschriften erhältlich.
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